Kollagen

Nun geht es darum, zu verstehen, was beim Bindegewebe von EDS-Patienten nicht richtig funktioniert. Dazu möchte ich näher auf das Kollagen eingehen, denn es spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Der Name Kollagen kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "Leim erzeugend". Dies kommt daher, dass es früher oft als Kleister benutzt wurde. Außerdem ist Kollagen der Hauptbestandteil bei der Herstellung von Gelatine.

Ein Kollagenmolekül besteht aus einer langen Kette von Proteinen (Eiweißen). Jeweils drei dieser Ketten wickeln sich umeinander und bilden so eine Helix, genau genommen eine Tripplehelix. Dies sieht dann so ähnlich aus wie die bekannte DNA, nur eben mit drei Ketten anstatt nur mit zwei. Bild folgt.

Jeweils 5 der Kollagenmoleküle bilden zusammen sogenannte Fibrillen. Die einzelnen Fibrillen bündeln sich wiederum zusammen und bilden so Kollagenfasern.

Nicht alle dieser Kollagenketten sind komplett identisch. Sie werden aus verschiedenen Proteinen gebildet, die entlang der Kette unterschiedlich angeordnet sind. Und so kommt es, dass es nicht nur eine Art von Kollagen gibt, sondern verschiedene Arten. In der folgenden Tabelle kann man sehen, in welchen Geweben welche Art von Kollagen vorkommt.

Tabelle folgt.